Ich habe ja mittlerweile eine kleine Sammlung von verschiedensten IEEE-488 Interfaces für den Commodore C64 und Commodore C128. Bis auf eine Ausnahme ist ihnen aber eines Gemeinsam, der benltigte Kernal muss intern in den Commodore Rechner eingebaut werden. Daher bin ich gerade dabei, die Karten noch einmal neu zu machen, diesmal aber mit dem Kernal auf der Interface Karte integriert. So kann die Karte einfach in einen beliebigen Rechner eingesteckt werden, ohne dass dieser zuvor geöffnet werden muss, um einen das Kernal dort einzusetzen.

Ich hatte die Schaltung in einer alten Ausgabe der Zeitschrift c't gefunden gehabt. Leider hatte ich am Anfang da einige Probleme gehabt, da der Schaltplan schlichtweg fehlerhaft ist. Später habe ich dann noch in so einem ominösen Forum mehrfach gelesen, dass dies wohl fast schon ein "Running Gag" ist, und vom den Autor nur fehlerhafte Schaltungen abgedruckt wurden. Persönlich kann ich dazu keine Aussage treffen, allerdings nach Kontaktaufnahme mit dem angeblichen Autor und der Frage, ob es vielleicht später mal eine Korrektur gab, konnte er dazu auch keine Auskunft geben. Vielleicht stammten die Bauanleitungen auch von jemanden anderes. Aber lange Rede kurzer Sinn, nach einigen Analysen und herum probieren habe ich dann endlich die Karte ans laufen bekommen.

Es handelte sich dabei um eine einfache IEEE-488 Karte für den Expansion Port des C64. Sie basiert auf dem MOS6526 Chip und nutzt als GPIB Treiber die SN75160 und SN75161 von Texas Instruments. Es war vorgesehen, dass der Kernal in den Rechner eingebaut wird. 

Da ich nun aber einige Rechner habe, und ich eigentlich keinen davon fest für die IEEE-488 Laufwerke benutze, war dies ein wenig lästig, immer vorher einen entsprechenden Kernal in diesen Rechner zu bringen. Da lag die Idee doch nahe, einfach den Kernal auf der Interface Platine zu integrieren.

Der Schaltplan lag schon in KiCad vor, so war das Unterfangen recht einfach. So habe ich zusätzlich noch einen 73LS30 8fach NAND Gate und ein 27C64 EPROM in diesen Schaltplan integriert. Daraus dann eine neue Platine erstellt und die exportierten Gerber zu JLCPCB, meinem Haus- und Hoflieferant in Sachen Platinen Herstellung, geschickt.

Einige Zeit später lag mir die Platine vor.

IEEE 488 Interface Platine mit Kernal 800

 

Wie man erkennen kann, ist hier ein entsprechender Steckplatz für den Kernal vorhanden. Dieser kann auch per Jumper abgeschaltet werden. So kann auch ein intern verbauter Kernal verwendet werden, ohne das EPROM auf der Platine entfernen zu müssen.

Ich werde nach und nach meine ganzen anderen Platinen auch noch entsprechend umbauen. 

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